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Angst frisst zuerst die Seele, dann den Körper

Angst ist angeboren, lebenserhaltend und soll uns vor existentiellen Schäden schützen. Wir leben in einer Zeit, in der existenzbedrohende Ängste und Todesängste an Bedeutung verlieren. Die Angst ist dennoch geblieben. Angst vor Versagen, Kontrollverlust, Abhängigkeit begleitet uns Tag für Tag. Sie behindert unsere Analysefähigkeit und engt den Horizont für Lösungen ein. Sie führt zu krankhaftem Grübeln, Schlafstörungen, Gereiztheit, Unsicherheit, Stress und …. fördert das Burnout.
Wie schaffen wir es, dieser ständigen Angst zu entkommen? Das Verdrängen von Angst hilft nur vorübergehend und schafft zusätzliche Probleme. Wie erhalten wir uns ein notwendiges Maß an Vorsicht? Wie bewahren wir uns vor Wurstigkeit und Apathie? Wie sind wir mutig, wenn es darauf ankommt?
Ich hatte vor Jahren ein Aha-Erlebnis in Sachen Angst. Es war eine Low-Budget Reise – besser eine No-Budget Reise – durch Europa mit einem selbst gebauten Campingbus biblischen Alters. Auf meiner Reise zum Nordkap, nach Gibraltar und zurück nach Wien war ich 12 Wochen und 22.000 Kilometer unterwegs. Dabei ist der Campingbus viermal defekt geworden, sodass eine Fortsetzung der Reise in Frage stand. Nach jedem Defekt wuchs die Angst vor einer neuen Panne. Der Wagen hat mich terrorisiert, bis zu meiner Rückkehr nach Wien. Da dachte ich rückblickend: Was wäre gewesen, wenn ich mich nicht vor weiteren Defekten gefürchtet hätte? Ich hätte die Reise genießen können und wäre jetzt dennoch nach Wien zurückgekommen.
Seither versuche ich einen Abstand zu den angstmachenden Dingen und Menschen meines Alltags zu gewinnen. Ich bin nicht nur entspannter, sondern lasse nicht zu, dass unnötig Energie in das Angstmanagement fließt.

Und IHRE Meinung? Rufen Sie bitte 0043 (0) 676 783 5566 oder schreiben Sie Ihre Meinung an meinen Blog www.actcom.at/blog

Bereits ein Kommentar zu "Angst frisst zuerst die Seele, dann den Körper":
  • Harald Chrstos

    Ich finde den Artíkel ein oberflächlich. Die Headline stimmt, aber das Beispiel mit dem altersschwachen Campingbus überzeugt nicht: hier erfolgt die undifferenzierte Beschreibung eines Gefühls, das ich eher mit “ich mache mir Sorgen” bezeichnen würde. Die Beleuchtung des Themenkomplexes “Sorgen – Angst – Furcht” wäre sicher eine interessante Abenddiskussion mit Weinbegleitung.